Blick aus dem Flugzeug auf die Landebahn

Packliste für Deinen Nächsten Surftrip

Egal ob du in ein Surfcamp gehst, im Van unterwegs bist oder Backpacken willst: Alles ist auch mit Surfboard möglich. Neben den Essentials wie Surfboard, Leash und Finnen gibt es aber ein paar weitere Dinge, an die du beim Packen denken musst. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man ohne Plan oft zu viel mitnimmt. Und seien wir ehrlich, wer schleppt schon gerne zu viel Gepäck? Egal ob für deine Board Bag oder nur für dein Reisegepäck, eine Packliste ist in jedem Fall sinnvoll und wird dir deinen nächsten Surftrip erleichtern. Damit du auf deinem Trip weder etwas missen musst noch unnötige Ballast dabei hast, zeige ich dir hier, worauf du bei der Vorbereitung und dem Packen achten musst.

Grundlegende Fragen zu deinem Reiseziel

Der Inhalt deines Gepäcks wird je nach Surftrip variieren. Ein Roadtrip nach Frankreich im Frühjahr kann oft frisch werden, während im November in Costa Rica ein feucht-schwüles Klima auf dich wartet. Neben deiner Kleidung musst du auch dein Surf-Equipment entsprechend der Bedingungen vor Ort auswählen. Ein paar grundlegende Kriterien sind:

  • Klima vor Ort: Wie hoch sind die Temperaturen? Welches Jahreszeit ist gerade? Gibt es eine Regen- oder Trockenzeit?
  • Wassertemparatur: Wie warm ist das Wasser?
  • Infrastruktur: Kannst du Equipment zur Not auch im Surfshop vor Ort kaufen? Wie sieht es mit Einkaufsmöglichkeiten für zum Beispiel bestimmte Kosmetik-Artikeln aus?

Tipp

Hab beim Packen immer im Hinterkopf, dass dein Reiseziel besondere Dinge im Gepäck erfordern könnte. Normalerweise reicht aber eine kurze Recherche zu den oben genannten Punkten aus, um deinen Bedarf richtig einzuschätzen.

Packliste für deine Surf Essentials

Wenn du einen Surftrip planst, gibt es einige Dinge, die du auf keinen Fall vergessen solltest – ganz besonders, wenn du mit dem eigenen Board unterwegs bist. Damit dein Surfboard sicher und heil am Zielort ankommt, brauchst du eine robuste Surfboard Bag. Sie schützt nicht nur beim Flugtransport vor Schäden, sondern ist auch bei Van-Reisen oder längeren Trips eine echte Erleichterung, da du dort zusätzliche Ausrüstung und Kleidung unterbringen kannst.

Arten von Surfboard Bags

Abhängig von deinen Bedürfnissen hast du die Wahl zwischen verschiedenen Surf Boardbags:

  • Single Board Bag: Für Minimalisten, die nur ein Board mitnehmen.
  • Double oder Triple Board Bag: Ideal, wenn du flexibel bleiben und mehrere Boards dabeihaben willst, wie zum Beispiel Shortboard, Step-Up und Fish.

Ich persönlich reise mit einer FCS Double Board Bag. Auch wenn ich nur ein Board mitnehme, nutze ich den zusätzlichen Platz für Kleidung und Kosmetikartikel, die ich nicht im Handgepäck unterbringen kann. Das spart oft ein weiteres aufgegebenes Gepäckstück. Wichtig ist, dass alles gut gepolstert ist, um dein Board zu schützen. Das Surfboard kann zusätzlich in Luftpolsterfolie eingewickelt und mit Rohrisolierung an den Rails geschützt werden.

Tipp

Wähle die Größe der Surfboard Bag passend zu deinem Board und achte auf eine solide Polsterung. Ein hochwertiges Modell ist zwar etwas teurer, zahlt sich aber langfristig aus.

Packliste für deine Surfboard Bag

Wenn du dein eigenes Surfboard mitnehmen willst, dürfen diese Essentials nicht fehlen:

  • Surfboard : Für extra Schutz kannst du es zusätzlich mit Rohrisolierung (aus dem Baumarkt) oder Luftpolsterfolie einwickeln.
  • Surfboard-Socke: Schützt vor Dellen und Kratzern, auch praktisch als Sonnenschutz vor Ort.
  • Finnen: Denk auch an Finnenschlüssel, Schrauben und ggf. Ersatzfinnen.
  • Leash: Nicht den String (Verbindungsstück zur Finnenbox) vergessen und eventuell eine Ersatz-Leash mitnehmen.
  • Wachs: Passend zur Wassertemperatur deines Reiseziels (kalt, tropisch, warm).
  • Neoprenanzug / Lycra: Je nach Klima und Sonnenintensität.
  • Reefboots: Unverzichtbar an spitzen Riff-Spots. Informiere dich vorab über die Bedingungen.
  • Surf-Hut oder Cap: Als Surfer sind wir der Sonne viel ausgesetzt, was besonders belastend für die Augen und die Haut sein kann. Spezielle Hüte oder Caps fürs Surfen schützen dich vor Sonnenschäden.
  • Repair-Kit: Für kleinere Dings zwischendurch. Größere Schäden kannst du an Surfspots meist vor Ort in einem Shop reparieren lassen.

Hinweis

Informiere dich vor der Reise bei deiner Fluggesellschaft über die Vorgaben zur Boardmitnahme. Manche Airlines verlangen eine zusätzliche Polsterung zum Beispiel mit Luftpolsterfolie. Denn wenn dein Board beschädigt ankommt, haftet die Airline. Aber nur, wenn du den Schaden sofort meldest – also am besten direkt am Gepäckband prüfen.

Packliste für Individualreisen und Surfcamps

Ich reise fast immer mit meinem eigenen Surfboard. Das Packen der Essentials ist für mich inzwischen Routine. Die größere Herausforderung war lange Zeit, bei allen anderen Dingen, die man für eine längere Reise braucht, den Überblick zu behalten: Kleidung, Kosmetik, Reiseapotheke und Papierkram. Genau deshalb habe ich mir über die Zeit eine komplette Surftrip-Packliste zusammengestellt, die über die Surf-Essentials hinausgeht.

Viele meiner Trips gingen in tropische Regionen und dauerten mehrere Wochen oder sogar Monate. Dennoch war ich meist auf 20 kg Aufgabegepäck beschränkt. Je nachdem, wo es für dich hingeht, solltest du deine Kleidung natürlich entsprechend anpassen.

Hinweis

Unbedingt dein Gepäck vor der Abreise wiegen und die Bestimmungen der Airline prüfen! Ich musste schon öfter in letzter Minute am Check-in hektisch umpacken – kein entspannter Start.

Kleidung und Schuhe

Tropisches Klima bedeutet: luftige Kleidung reicht völlig aus. Aber ein paar Basics für kühlere Abende oder plötzlichen Regen dürfen nicht fehlen. Um Platz zu sparen und effizienter zu packen, verstaue ich meine Kleidung in Wäschesäcken. Vor allem in der Board Bag fliegt so nicht alles durcheinander.

  • 2 weite Stoffhosen (bequem & luftig)
  • 2 Röcke
  • 2 Shorts
  • 1 Kleid (fürs Ausgehen oder den Strandspaziergang)
  • 1 warmer Pullover (z. B. für den Flug oder klimatisierte Cafés)
  • 1 Regenjacke (für den Flug und Schauer vor Ort)
  • 2 Leinenhemden (super auch als UV-Schutz über dem Bikini)
  • 2 T-Shirts
  • 3 Crop Tops (kombinierbar mit fast allem)
  • 1 Paar Turnschuhe (zum Wandern oder für Sport)
  • 1 Paar Birkenstocks
  • 1 Paar Flipflops (Strand oder Dusche im Hostel)
  • 2 Surf-Bikinis (die wirklich halten!)
  • 2 „normale“ Bikinis (zum Sonnenbaden oder Schwimmen)
  • 2 Sportleggings
  • 2 Sport-BHs
  • Unterwäsche & Socken (Menge je nach Waschmöglichkeiten)

Tipp

Die schwersten Kleidungsstücke einfach beim Flug tragen. Ich setze in der Regel auf einen Zwiebel-Look. Das spart Gewicht im Koffer.

Kosmetik und Pflege

Auch wenn’s verlockend ist: Du brauchst nicht deinen ganzen Badezimmerschrank mitnehmen. Gerade bei längeren Reisen ist weniger oft mehr.

  • Zink fürs Surfen (Schutz für Nase & Wangen)
  • Sonnencreme SPF 50 (am besten ocean-friendly)
  • Gesichtspflege (Basics für Reinigung und Feuchtigkeit)
  • Schmink-Essentials (zum Ausgehen sind Concealer, ein Augenbrauengel und ein Lip–Liner für mich ausreichend)
  • Shampoo und Duschgel in Travel-Größe (vor Ort nachkaufen spart Gewicht)
  • Leave-In-Conditioner oder Haaröl (super wichtig – Sonne und Salz trocknen die Haare aus!)
  • Tangle Teezer (mein Lifesaver nach der Session)
  • Mosquitospray (kann man auch vor Ort günstiger kaufen)
  • Periodenprodukte wie Cup oder Panties

Reiseapotheke

Ich packe nur das Nötigste ein. Denn vieles bekommt man auch vor Ort. Trotzdem ist es beruhigend, für den Notfall gerüstet zu sein.

  • Ibuprofen oder Paracetamol
  • Elektrolyte (bei Magenproblemen, aber auch gut für heiße Tage oder nach dem Feiern)
  • Iberogast (für Magenprobleme)
  • Fenistil (bei Insektenstichen oder Hautreaktionen)
  • Bepanthen (für kleinere Wunden)
  • Zinksalbe (für Risse oder wunde Stellen)
  • Mullbinden, wasserfeste Pflaster & Desinfektionsspray

Andere Dinge

Neben Kleidung und Kosmetik gibt es ein paar Must-Haves, an die du denken solltest. Für mich waren das:

  • 1 großes Reisehandtuch
  • 1 großes Strandtuch
  • Cap oder Hut (UV-Schutz für Kopf & Gesicht)
  • Jutebeutel (zum Einkaufen oder für den Strand)
  • Travel-Yogamatte – mein absoluter Favorit seit Jahren ist die Jade Yoga Travel Mat (inkl. Mikrofasertuch + Spray zum Reinigen)
  • AirTag (für ein bisschen mehr Sicherheit im Aufgabegepäck)
  • Schmuck (minimal – weniger ist hier wirklich mehr)
  • Adapter (je nach Reiseland)
  • Ohrenstöpsel (fürs Hostel oder im Flugzeug)
  • Dry Bag (ideal, wenn du mit dem Boot zum Surfspot musst)
  • Optional und je nach deinen Interessen: GoPro, Kamera, Stativ, Surfuhr

Handgepäck

Beim Handgepäck solltest du nicht nur an Komfort während des Flugs denken. Überlege auch, was du brauchst, wenn dein Aufgabegepäck mal nicht mit ankommt. Ist mir leider schon passiert! Deshalb packe ich immer eine kleine Erstausstattung ein, damit ich im Notfall nicht komplett ohne Ersatzkleidung dastehe.

Außerdem ist es wichtig, dass du vor der Abreise alle wichtigen Dokumente organisiert hast. Dazu gehören vor allem die Auslandskrankenversicherung und gegebenenfalls ein Visa für dein Reiseziel. Ich speichere mir alles zusätzlich digital in einer Cloud ab und drucke die wichtigsten Unterlagen auch noch mal aus. Sicher ist sicher.

  • Reisepass (gültig, mit ausreichend Seiten & Visum falls nötig)
  • Portemonnaie mit Kreditkarte, etwas Bargeld und evtl. EC-Karte
  • Ausdrucke von Auslandskrankenversicherung, Visum (falls nötig) und Rückflugticket
  • Smartphone (an Offline-Karten und Screenshot der Adresse von der ersten Unterkunft denken)
  • Laptop (falls du unterwegs arbeitest)
  • Kopfhörer
  • E-Reader (leichter als Bücher, ideal für lange Wartezeiten)
  • Ladegeräte für Handy, Laptop, Kamera etc.
  • Power Bank (wichtig für lange Reisetage oder Layovers)
  • Sonnenbrille
  • Kleines Reisehandtuch
  • Ersatzkleidung für Gepäckverspätung: 1x Unterwäsche + 1x kurze, leichte Kleidung
  • Rucksack als Handgepäck und vor Ort für Tagestrips oder Wanderungen
  • Bauchtasche oder Crossbody Bag (praktisch und sicher für Wertsachen direkt am Körper)

Tipps, um unnötiges Gepäck zu vermeiden

Weniger ist mehr! Besonders auf Reisen ist schweres Gepäck kein Spaß und kann dir den entspannten Start in den Surftrip ordentlich vermiesen. Glaub mir, du wirst dich über jeden Gramm weniger freuen. Versuch daher dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Überleg dir vor dem Packen, welche Kleidungsstücke sich gut kombinieren lassen und in verschiedenen Situationen funktionieren. Ein leichtes Leinenhemd kannst du zum Beispiel am Strand als Sonnenschutz, als Layer tagsüber oder abends im Restaurant tragen. Darüber hinaus hat mir eine Liste enorm dabei geholfen, mit Plan zu packen und freien Platz nicht doch noch mit nice-to-have Dingen zu füllen.

Ein paar weitere erprobte Tipps:

  • Schuhe? Kaum nötig. Wenn du dich vor allem aufs Surfen konzentrierst, brauchst du zusätzlich zu einem paar Sneakern maximal ein paar Sandalen und Flipflops. Am Strand bin ich meistens sowieso barfuß unterwegs.
  • Wanderstiefel oder schwere Turnschuhe? Zieh sie am besten direkt beim Flug an. Das spart viel Platz und Gewicht im Gepäck.
  • Wäschenetze sind mein Gamechanger. Sie helfen mir, meine Sachen sortiert und kompakt zu packen.
  • Kosmetik? Nur das, was du wirklich brauchst. Wenn du keine besonderen Produkte brauchst, kauf lieber vor Ort. Shampoo, Duschgel und andere gängige Produkte gibt es fast überall.
  • Sonnencreme vorher kaufen! In tropischen Ländern ist sie oft deutlich teurer, vor allem meeresfreundliche Varianten.

Packliste Für Deinen Surftrip: Wer smart packt, hat mehr von seiner Reise

Eine durchdachte Packliste hilft dir nicht nur dabei, den Überblick zu behalten, sondern sorgt auch dafür, dass du wirklich nur das mitnimmst, was du unterwegs brauchst. Denn du musst nicht auf alles vorbereitet sein. Viele Dinge kannst du auch vor Ort besorgen. Und glaub mir: Je leichter dein Gepäck, desto entspannter dein Trip.

Mit ein bisschen Planung sparst du dir Schlepperei, Stress am Flughafen und Chaos im Rucksack. Und am Ende zählt sowieso nur eins: Die Zeit im Wasser und warme Sonnenstrahlen im Gesicht.

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