5 Surf-Learnings, die mir viel Frust erspart hätten

5 Surf-Learnings, von denen ich gerne früher gewusst hätte

Beobachtet man Surfer im Line-up, sieht es immer so mühelos aus. Doch wer es selbst ausprobiert hat, weiß, dass sich die Realität ganz anders anfühlt. Zwischen Wipeouts, Strömungen, Fails und Frustration liegen unzählige kleine Lernschritte, die dich am Ende zu einer besseren Surferin machen.

In den letzten Jahren habe ich viel über das Meer, meinen Körper und mich gelernt. Und ehrlich gesagt hätte ich einiges davon gerne früher gewusst. Das hätte mir viel Druck, Unsicherheit und Selbstzweifel erspart.

Deshalb habe ich hier 5 harte Wahrheiten für dich, die dir auf deiner Surf-Reise vielleicht weiterhelfen.

Manche Surf Sessions frustrieren und das ist okay

Nicht jede Welle wird dir ein High geben. Manchmal wirst du pausenlos paddeln, ohne eine Welle zu nehmen. Oder dein Timing ist daneben und du findest nicht die richtige Position.

Aber genau solche Tage gehören dazu. Es geht nicht immer darum, zu performen. An manchen Tagen geht es einfach darum, raus zu paddeln. Da zu sein. Die Sonne zu spüren. Das Salz zu riechen. Die Wellen zu hören.

Denn Surfen ist kein Wettbewerb. Die beste Surferin im Wasser ist die, die am meisten Spaß hat. Es geht nicht um deinen Wave-Score, sondern wie du dich im Wasser fühlst.

Tipp

Deine Session zieht dich richtig runter und du fragst dich, ob du jemals besser wirst? Atme tief durch, schenk dir ein Lächeln und erinnere dich: Du hast dich getraut. Du warst draußen. Mit jeder Session lernst du irgendetwas dazu. Und morgen kannst du es wieder probieren.

Du machst es dir schwerer als es sein muss

Viele Surferinnen machen den gleichen Fehler. Sie wollen zu schnell zu viel. Wir buchen ein paar Surf-Stunden und danach geht’s allein weiter. Und irgendwann fragt man sich, warum man nicht weiterkommt.

Eine Surf-Stunde ist nie genug. Ohne Feedback entwickelst du außerdem leicht schlechte Angewohnheiten, die du dir später mühsam wieder abtrainieren musst. Selbst eine Stunde mit einem Surf-Coach kann dich enorm weiterbringen.

Unterschätze nicht, die Zeit für die Basics zu nehmen. Wo positioniere ich mich am besten im Line-up? Wie optimiere ich meine Paddel-Technik? Welche Regeln muss man im Wasser beachten? Wie lese ich Wellen richtig? All diese Bausteine sind die Grundlage, um dich zu verbessern.

Tipp

Lass dich regelmäßig filmen oder gönn dir beim nächsten Surftrip eine Coaching-Session. Eine neutrale Perspektive hilft, um endlich einen Aha-Moment zu haben.

Selbstbewusstsein im Line-up kommt vom richtigen Mindset

Surfen soll Spaß machen und dich nicht runterziehen
Surfen soll Spaß machen und dich nicht runterziehen!

Selbst Surf-Profis haben Angst, oder zumindest Respekt, vor manchen Wellen. Das ist ein ganz natürlicher Teil vom Surfen.

In der Inside festzuhängen, während du eine Welle nach der anderen auf den Kopf kriegst, macht keinen Spaß. Beim Wipeout bleibst du länger unter Wasser, als dir lieb ist. All das passiert.

Das Selbstbewusstsein im Lineup kommt von dem richtigen Mindset. Nicht davon, dass du deine Ängste ignorierst und dir keine Hilfe suchst.

Wenn du versuchst, deine Ängste zu verdrängen, wirst du nicht weit kommen. Arbeite mit ihnen und du kannst deine Perspektive ändern. Anstatt Herausforderungen zu vermeiden, kannst du sie als Lernchance sehen. Das ist übrigens etwas, woran ich selbst auch noch arbeiten darf.

Mit einem Shortboard bist du nicht cooler

Ich frage mich manchmal, warum alle immer so ehrfürchtig gegenüber Shortboards sind. Vor allem als Beginner und Intermediate ist man noch mittendrin, seinen Stil zu finden. Ein zu kleines Board ist dann nicht hilfreich.

Shortsboards verzeihen kaum Fehler. Sie verlangen präzises Timing, perfekte Positionierung und viel Paddel-Power.

Wenn du mehr Wellen willst, bleib länger bei einem größeren Board. Oder geh sogar wieder zu einem Mid-Length oder Longboard. Das wird auch meine nächste größere Investition sein und ich kann es kaum erwarten!

Ein größeres Board gibt dir mehr Stabilität, mehr Gleitfläche und vor allem mehr Wellenzeit. Und genau diese Wellenzeit brauchst du, um deinen Flow zu finden.

Style entsteht nicht, weil du ein kleines Board surfst, sondern weil du ein Gefühl für die Welle entwickelst. Für ihren Rhythmus, ihre Geschwindigkeit, ihre Energie. Das lernst du vor allem mit größeren Boards und indem du viel Zeit im Wasser verbringst.

Surfen reicht nicht aus, um fit zu bleiben

Wer glaubt, dass Surfen allein reicht, um fit zu bleiben, liegt leider falsch.

Surfen ist Technik, aber verlangt auch viel Fitness. Du paddelst ununterbrochen, bist ständig in Bewegung, hältst Balance, drückst dich auf. Dafür braucht man Kondition und Kraft.

Deshalb: Trainiere auch an Land. Kraft, Flexibilität und Mobilität sind die Basis für Performance und Verletzungsprävention. Yoga, Mobility-Workouts, gezieltes Surf-Training oder Surfskate-Sessions können deine Technik und Ausdauer im Wasser spürbar verbessern.

Surfen ist ein Prozess – hab Spaß daran!

Surfen ist ein ewiges Lernen. Es wird immer Tage geben, an denen du dich klein fühlst und hinterfragst, warum du dich überhaupt dafür entschieden hast. Und andere, an denen du einfach nur von innen heraus strahlst und es Klick macht.

Erlaube dir, Fehler zu machen und neugierig zu bleiben. Perfektionismus baut nur unnötigen Leistungsdruck auf. Nimm Rücksicht auf deinen Körper, hör auf deine Intuition und mach in deinem eigenen Tempo Fortschritte.

Was hättest du gerne früher übers surfen gewusst?

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